Neues Kompetenzzentrum für Siliziumsensoren
Nach dem Brand vom Mai 2009 läuft die Produktion der Druck- und Differenzdruck-Messzellen auf Hochtouren
Endress+ Hauser. Darum hat sich Endress+Hauser entschieden, in ein neues Kompetenzzentrum für die Entwicklung und Produktion von Siliziumsensoren zu investieren.
Leider wurde die bisherige Fertigungsstätte noch vor Fertigstellung der Neuanlage ein Opfer der Flammen.
,,Nach dem Brand des Gebäudes in der Nacht zum 27. Mai 2009 haben wir die Arbeiten am Neubau noch weiter beschleunigt", so Betriebsstättenleiter Dieter Stolze. ,,Wir freuen uns, dass unsere Firmengruppe so viel Wert auf den Standort legt und langfristig investiert".
Die Fahnen wehen wieder !
In Rekordzeit war das Gebäude bezogen.
Die ersten Druckmesszellen wurden bereits, in bewährter Endress+Hauser Qualität, ausgeliefert.
Die 57 Beschäftigten, der im letzten Jahr durch einen Brand völlig zerstörten Fertigungsstätte von Endress+Hauser, im brandenburgischen Teltow, haben Enormes geleistet.
Im benachbarten Techno-Park in Stahnsdorf wurden die Arbeiten zur Fertigstellung des Kompetenzzentrums für Siliziumsensoren beschleunigt, so dass die Mitarbeiter seit Juli 2009 die Arbeit zum Aufbau wieder aufnehmen konnten. Damit waren die Vorraussetzungen für den Produktionsstart im Oktober/November 2009 geschaffen.
Aus einem sich im Rohbau befindlichen Gebäude wurde eine hochmoderne 3000 m² große Fertigungsstätte mit fortschrittlichster Produktion und angegliedertem zeitgemäßem Bürokomplex. Eine ausgeklügelte Logistik, beginnend bei der Warenlieferung und Fertigungssteuerung, bis zum Warenausgang, unterstützt die effizienten Produktionseinheiten.
Fast wie in einem Operationsraum arbeiten die Mitarbeiter in weißer Kleidung, Mundschutz, Reinraumschuhen und Haube unter Reinraumbedingungen.
Der Umgang mit den Siliziumsensoren erfordert äußerste Sorgfalt bei gleichzeitig sehr hohem technischem Aufwand.
Die Produktion beinhaltet innovative Technik wie das Schweißen mittels Laser, oder das Handling der hochsensiblen Siliziumelemente unter Reinraumbedingungen. Bereits kleinste Staubpartikel können zu Unregelmäßigkeiten im Betrieb der Messgeräte führen. Menschen hinter einer Glaswand in weißen Overalls, Kopfhaube und Reinraumschuhen sind mit der präzisen Arbeit an den Siliziumelementen beschäftigt. Sie achten peinlich genau darauf Verunreinigungen zu vermeiden.
Bei Metallmesszellen wird der Prozessdruck über eine Übertragungsflüssigkeit, meistens hochwertiges, speziell für diese Anwendung konfektioniertes Öl, auf das eigentliche Siliziummesselement übertragen. Das Befüllen der Messeinheiten erfordert eine Menge an Know-how und Erfahrung. Hier garantiert eine Vakuumbefüllung in speziell für diesen Vorgang konstruierter Anlage, anschließend präzise Messwerte mit hoher Langzeitstabilität bei den fertigen Transmittern. Der komplette Fertigungsablauf wird durch eine stetige Qualitätssicherung begleitet.
Die Produktion nach ISO9000 ist selbstverständlich. Sämtliche Messmittel sind auf internationale Messnormale zurückzuführen und werden laufend überwacht. Dafür sorgt ein DKD akkreditiertes Messmittellabor des Stammhauses im baden-württembergischen Maulburg.
Endress+Hauser hat sich bewusst für den deutschen Standort in Berlin entschieden. Kompetente und motivierte Mitarbeiter sichern ein Höchstmaß an Qualität und Liefertreue. Auch die sehr gute Infrastruktur sprach für den Stahnsdorfer Techno - Park. Berlin und Brandenburg verfügen über eine breit gefächerte Landschaft an Forschung, Entwicklung und Produktion von mikrosystemtechnischen Komponenten. Endress+Hauser arbeitet eng mit Forschungs- und Hochschuleinrichtungen zusammen, die Werkstoffe, Verfahren und Mikrosysteme erforschen und entwickeln.
Die neue Fertigungsstätte liefert das Herzstück der vielseitig einsetzbaren, praxisorientierten Druckgerätefamilie von Endress+Hauser. Die Transmitter sind als Differenz-, Absolut- und Überdruckmessungen in allen Gasen, Dämpfen oder Flüssigkeiten einzusetzen. Sie bestimmen Durchflüsse, Druck- und Differenzdrücke, Füllstände, Volumen oder Massemessungen hochgenau und langzeitstabil.
Die Contite-Messzelle ist speziell für hydrostatische Messungen von Füllständen entwickelt worden. Bei starker Feuchtigkeit sowie Kondensatbildung überzeugt die Contite-Messzelle mit ihrem Schutz für Sensor und Zellenelektronik. Das Messelement selbst liegt geschützt und hermetisch gekapselt zwischen der Prozess- und der rückseitigen
Messmembran. Die Prozessmembran besteht aus Hastelloy C und zeigt sich auf Grund ihrer Bauart unempfindlich gegen jede Ansatzbildung.
Silizium-Sensoren wenn Hochdruck anliegt
- Höchste Überlastfestigkeit bis über 1000 bar
- Höchste Messgenauigkeit bis zu 0,05 %
- Unempfindlich gegen Temperatureinflüsse und statischen Druck
- Membrane: Edelstahl, Hastelloy C, Monel, Tantal oder Goldbeschichtet.
Anwendungsoptimierte Druckmesstechnik nach Maß
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