Prozess

Der Elektrofilter filtert die unbrennbaren Partikel der Kohle heraus, die im Rauchgasstrom als Flugasche mitgeführt werden. Beim Elektrofilter werden durch eine Gasentladung freie Ladungsträger in Form von Stickstoff- und anderen Ionen in die Filtergasse eingebracht. Diese laden die Russ- oder Staubpartikel elektrisch auf und das zur Ladungsträgererzeugung dienende elektrische Feld treibt die geladenen Teilchen dann von der als Kathode geschalteten Sprühelektrode weg. Die Partikel lagern sich auf der als Niederschlagselektrode bezeichneten Anode ab und bleiben aufgrund Ihrer Ladung dort haften.

 

Der so abgelagerte Staub wird mit Hilfe mehrerer Klopfersysteme von den Platten gelöst, fällt in die Staubtrichter und wird dann per Luft in die Flugaschesilos geblasen. Von hier aus wird dieser dann weiter transportiert, um als Baustoff in der Zementindustrie verwendet zu werden.

Kapazitive Sonde zur Grenz-

standerfassung E-Filterstaub

Häufig eingesetztes Messverfahren zur Grenzstanderfassung des E-Filter Staubes sind kapazitive Sonden und dessen Nachteile:

 

  • Abgleich nur mit Medium möglich.

  • Schaltpunkt ist abhängig von der Dielektrizitätskonstante (Änderung des DK-Wertes durch Temperatur oder Feuchtigkeit). 
    -> kein genauer Schaltpunkt

  • Keine aktive Ansatzkompensation möglich.

oder Drehflügler und dessen Nachteile:

 

  • Lagerschäden durch Eindringen von abrasiven Medien.

Messtechnik

Soliphant M FTM 5x
Hochtemperaturausführung

Der Soliphant M ist ein robuster Füllstandgrenzschalter für Silos mit feinkörnigen oder staubförmigen Schüttgütern, selbst mit geringem Schüttgewicht. Die unterschiedlichen Bauformen ermöglichen einen vielfältigen Einsatz.


Die Schwinggabel des Soliphant M FTM5x wird durch einen piezoelektrischen Antrieb auf eine Resonanzfrequenz angeregt. Bedeckt ein Medium die Schwinggabel, ändert sich dadurch die Schwingamplitude, die Schwingung wird gedämpft. Die Elektronik des Soliphant M FTM5x vergleicht die Istamplitude mit einem Sollwert und zeigt an, ob die Schwinggabel frei schwingt oder vom Medium bedeckt ist.

Eigenschaften des Soliphant M FTM5x

  • Der Soliphant M arbeitet unabhängig von DK-Wertschwankungen, Dichteschwankungen und Schwankungen bei Druck und Temperatur sicherer und genauer Schaltpunkt

  • Kein Abgleich mit Medium erfoderlich
    -> kurze Inbetriebnahmezeit

  • Keine mechanisch bewegten Teile:
    -> kein Verschleiß, lange Lebensdauer

  • Unempfindlich gegen externe Vibration und Ansatzbildung:
    -> wartungsfreier Betrieb, unabhängig vom Schüttgut

  • Anzeige von Abrasion und Ansatzbildung wählbar

  • Dichteeinstellung und Schaltverzögerung wählbar

  • Prozesstemperatur bis +280°C

  • Sensor beschichtet oder poliert wählbar
    -> unempfindlich gegen Ansatzbildung

  • Flexible Schaltpunkteinstellung durch Schiebemuffenkonzept